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Basketball:
(DBBL GmbH)

News aus den drei Damen Bundesligen

Pressemitteilung

1. DBBL: Es ist sicherlich keine große Überraschung, dass der BC Wolfenbüttel derzeit im Oberhaus des deutschen Damenbasketballs die "Rote Laterne" trägt. Das junge Team von Coach Monika Theis ist in dieser Spielzeit auf einer Art Selbstfindungs-Abenteuer-Tour. Und in Anbetracht der Tatsache, dass etliche Spielerinnen erst seit kurzem Bundesligaluft schnuppern und die finanziellen Mittel des Vereins doch arg beschränkt sind, sind die Leistungen des BCW noch einigermaßen akzeptabel. Unglückliche Niederlagen wie zuletzt gegen den Tabellennachbarn aus Bensberg schmerzen freilich am meisten. "Insofern wird im Training nicht auf die Mädels eingeprügelt, sondern wir leisten in vielen Gesprächen psychologische Aufbauarbeit. Alles andere wäre kontraproduktiv", erklärt Vorstandsmitglied Wolfgang Claus, der ebenso wie alle anderen Beteiligten auf den Klassenerhalt hofft. "Nur dann", so Claus, "können wir vernünftig weiter arbeiten. Mit einem Stamm von acht unbestritten ligatauglichen Spielerinnen soll dann die Weiterentwicklung angegangen werden." Bereits am kommenden Wochenende steht die wichtige Begegnung in Oberhausen an. Zwei Punkte stünden den Wolfenbüttelerinnen gut zu Gesicht, und mit gestärktem Selbstvertrauen ginge es dann in die entscheidende Phase des Abstiegskampfes. Andrea Deutschova, die sich gegen Bensberg eine Fußverletzung zugezogen hatte, kann im Übrigen in Oberhausen wieder mitwirken.

2. DBBL Nord: Durch den überaus deutlichen 96:66-Erfolg über den TSV 1860 Hagen sind die Damen der Union Opladen an den Westfälinnen vorbei gezogen und rangieren nun auf dem vierten Platz. Bliebe es bei dieser Konstellation, würde Opladen im Play-off-Viertelfinale erneut auf den TSV treffen. Doch in erster Linie beschäftigen sich die Vereinsverantwortlichen der Union schon jetzt mit der Zukunft. Trainer Markus Pohle, der vier Jahre lang sehr erfolgreich in Opladen arbeitete, wird aus beruflichen Gründen sein Amt mit Saisonschluss niederlegen: "Ich habe einfach nicht mehr die Zeit, um mich mit der notwendigen Intensität um die Mannschaft zu kümmern. Ginge es nur nach dem Spaßfaktor, bliebe ich sicherlich noch länger am Ruder." Sein Nachfolger wird Pete Jarchow, der unter anderem als Coach der Damen der DJK Köln-Nord vor einigen Jahren mal in der 2. Liga spielte, und derzeit noch als Spieler bei den Union-Herren (1. Regionalliga) aktiv ist. Seine erste Aufgabe wird es sein, mit den aktuellen Spielerinnen Gespräche zu führen, um dann zu entscheiden, wen er für die nächste Saison ansprechen will. Er will freilich alles daran setzen, Ex-Nationalspielerin Birte Meyer weiter bei der Union zu halten. Meyer ist neben der Göttingerin Melissa West die beste Spielerin der Liga. Weiterhin eröffnet die Kooperation mit BBZ 95 Leverkusen interessante Möglichkeiten für die Zukunft. "In dieser Talenteschmiede befinden sich mindestens drei, vier Spielerinnen, die den Sprung in die 2. Liga schaffen könnten", so Markus Pohle, der zusammen mit BBZ-Trainerin Karin Kotte die gemeinsamen Trainingseinheiten leitet. Die Talente könnten dann in Doppel-Lizenz in beiden Vereinen spielen.

2. DBBL Süd:
Ferdi Michel, Coach der Damen der DJK Würzburg, ist im Augenblick auf die Schiedsrichter gar nicht gut zu sprechen: "Wenn ich sehe, wie unsere Dreier-Schützin Jasmin Fantl in jedem Spiel regelrecht verprügelt wird, frage ich mich, ob die Schiedsrichter nicht eine große Mitschuld daran haben. Ich habe manchmal das Gefühl, dass sie einfach wegschauen, aus Ignoranz oder Arroganz. Außerdem habe ich den Eindruck, dass es sich bei einigen der in unserer Liga pfeifenden Schiedsrichterinnen um Quotenfrauen handelt. Die Diskrepanz zwischen den Leistungen der Unparteiischen ist auffallend groß." Mit der sportlichen Situation seiner Damen ist Michel indes sehr zufrieden. Nach nur zwei Siegen in der Hinrunde haben die Würzburgerinnen im Jahr 2003 bereits vier Erfolge erzielt. "Die Siege gegen München, Chemnitz und Hofheim haben uns enorm Auftrieb gegeben. In der Hinrunde war unser Kader fast nie komplett, was sicherlich ausschlaggebend für die doch eher durchwachsenen Leistungen war", meint Michel, dessen Gattin Janet Fowler-Michel nach überstandener Krankheit wieder eine echte Leistungsträgerin ist. Das große Ziel der DJK bleibt das Erreichen der Play-offs. Der momentane Tabellenachte aus Chemnitz hat noch vier Punkte Vorsprung vor Würzburg, das am Wochenende den TSV Mannheim empfängt.


Autor: hh
Artikel vom 06.02.2003, 08:20 Uhr

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